Bürgerbusfahrer im Erste-Hilfe-Lehrgang

Am Samstag, den 04. August, nahmen die Fahrer des Bürgerbusses erneut an einem Erste-Hilfe-Lehrgang der Johanniter teil.Regelmäßige Erste Hilfe-Kurse gehören u.a. zu den Vorgaben der Unfallversicherungsträger.

17 engagierte Teilnehmer lauschten aufmerksam und beteiligten sich trotz großer Hitze an den verschiedenen Übungen der Lehrgangsleiter, vor allem die Wiederbelebung mit Herz-Lungen-Massage, den Einsatz eines Defibrillators, stabile Seitenlange, Schockbehandlung oder das Verbinden von blutenden Wunden.
Wie verhält man sich bei einem drohenden Herzinfarkt, was ist zu machen bei einem epileptischen oder asthmatischen Anfall oder bei einer Verbrennung ? Alle wesentlichen Fragen rund um lebensrettende und lebenserhaltende Sofortmaßnahmen kamen an diesem Tag zur Sprache.

So fahren unsere Fahrer mit Ihren z.T. neu erworbenen oder aufgefrischten Kenntnissen und Fertigkeiten der Ersten Hilfe, damit sie beherzt und ohne Angst auf Verletzte oder Betroffenen zugehen und ihnen rasch und kompetent Hilfe anbieten können, – und damit auch Sie als unsere Fahrgäste weiterhin mit einem guten und sicheren Gefühl in unseren Bus einsteigen.

Foto: Johanniter-Unfall-Hilfe e.V

Herzlichen Dank an das Ausbildungsteam der Johanniter Much !

Bürgerbus – mal anders

Die Fahrer und Fahrerinnen des Bürgerbusses Neunkirchen-Seelscheid treffen sich regelmäßig einmal im Monat um Fahrdienste und Fahrbetrieb zu besprechen und zu regeln. Einmal im Jahr steht allerdings nicht der Fahrbetrieb im Mittelpunkt sondern das Vergnügen: bei einem gemeinsamen Ausflug ins Grüne. Der ging in diesem Jahr zum Freilichtmuseum nach Lindlar.

Das Freilichtmuseum in Lindlar zeichnet sich aus durch eine Darstellung einer ländlich-bäuerlichen Gesellschaft im Bergischen um 1950 – an der Schwelle zur modernen Industrie und der aufkommenden Mobilisierung durch motorisierte Fahrzeuge und Maschinen: Haushalt, Schmiede, Sägewerk, Kneipe, Schule, Kirche.
Nicht alle Gebäude stammen unmittelbar aus Lindlar. Viele wurden im Originalzustand aus anderen bergischen Ortschaften penibel zerlegt und hier im Originalzustand neu aufgebaut und mit neuem/alten Leben gefüllt.  In der alten Kneipe Römer riecht man noch den Zigarrenrauch, in der Guten Stube der Bandweberin aus Wuppertal klebten über 20 Tapetenschichten über einander….

Kapelle aus Rösrath-Hellenthal. Foto: Käthe Laschke

Immer wieder fielen Worte wie: das kenne ich noch von meiner Oma – ooh, so eine Schale/Dose haben wir auch von Tante Otilie bei uns im Schrank, und den Schrank sowieso, u.ä. ging es weiter… So kam jeder bei diesem Besuch wieder ein Stück zurück in die Vergangenheit, in die ach so gute alte Zeit.
Nach dem ausgiebigen Gang über das Gelände ging es im Lokal Justus in Lindlar bei Speis und Trank lecker und gemütlich weiter….

… na ja, und dann drängte die Zeit doch etwas: es war der Tag des WM-Halbfinales zwischen Kroatien und England…. wir schafften es bis zur 2. Halbzeit zurück nach Neunkirchen und Seelscheid …. das Ergebnis kennt man: Kroatien im Finale…. und am Ende doch verloren…

Alle Fahrer/Innen danken alle denen, die zu diesem gelungenen Tag beigetragen haben.

Busfahren leicht gemacht

Am 10. Juli 2018 nahm der Bürgerbus Neunkirchen-Seelscheid an einer Veranstaltung des Vereins KIVI e.V. teil. Thema: Busfahren leicht gemacht – Seniorinnen und Senioren trainieren das Busfahren mit und ohne Rollator.

In Zusammenarbeit mit dem Familienamt der Gemeinde sowie der Rhein-Sieg-Verkehrsgesellschaft (RSVG) konnten besonders ältere Menschen hier ihre Unsicherheiten hinsichtlich der Nutzung von Öffentlichen Verkehrsmitteln abbauen mit dem Zweck natürlich, Ihnen Lust aufs Busfahren zu machen.

Zum praxisnahen Üben stand auf dem Schulhof des Schulzentrums in Neunkirchen ein Bus der RSVG sowie unser Bürgerbus zur Verfügung. Ohne Stress und Hektik konnten die Teilnehmenden dort das richtige Ein- und Aussteigen mit und ohne Rollator trainieren. Leider kann der Bürgerbus Neunkirchen-Seelscheid auf Grund der Stufen im Einstiegsbereich keinen Rollstuhl befördern wie die Busse der RSVG.

Im Rahmen des Trainings wurden außerdem praktische Verhaltens-Tipps für die Busfahrt vermittelt. Vom richtigen Festhalten bis zur sicheren Unterbringung von Gepäck oder Rollatoren konnten die Teilnehmenden viele nützliche Ratschläge mitnehmen.


Foto: Gemeinde Neunkirchen-Seelscheid

Infos zum Verein Kivi.

Kivi e.V. hat sich seit März 2008 die Gesundheit von Menschen im Rhein-Sieg-Kreis auf die Fahne geschrieben. Seither gehen zahlreiche Projekte, Initiativen und innovative Entwicklungen von kivi e.V. aus. Fachveranstaltungen, Schulungen und Multiplikatorenfortbildungen gehören zum festen Programm des Vereins. Weitere Infos: www.kivi-ev.de

Schwerbehinderte fahren mit dem Bürgerbus kostenlos

Liebe Fahrgäste,

in unserem Bürgerbus fahren Schwerbehinderte mit amtlichem Schwerbehindertenausweis (mit gültiger Gebührenmarke des Versorgungsamtes) bekanntermaßen kostenlos. Das gilt auch für 1 Begleitperson von Schwerbehinderten mit dem Merkzeichen B im Ausweis.

Sie werden sicherlich Verständnis dafür haben, dass die Fahrer aus Gründen der allgemeinen Gerechtigkeit und um Missbrauch auszuschließen, diese Ausweise gelegentlich kontrollieren müssen. Wir bitten um Ihr Verständnis und etwas Geduld bei der Prüfung.

Übrigens:
Viele Menschen im VRS-Verbundgebiet können bei ihrem zuständigen JobCenter oder Sozialamt bzw. dem Landschaftsverband Rheinland (LVR) einen MobilPass bekommen.

Das Angebot gibt es für:

  • Empfänger von ALG II und Sozialgeld (SGB II)
  • Empfänger von Leistungen für Grundsicherung im Alter und bei Erwerbsminderung sowie laufender Hilfe von Lebensunterhalt außerhalb von Einrichtungen (SGB XII)
  • Empfänger von Regelleistungen nach dem AsylbewerberleistungsG
  • Empfänger von laufenden Leistungen der Kriegsopferfürsorge

Das Fahrerteam braucht Verstärkung

Der Bürgerbus Neunkirchen-Seelscheid sucht zur langfristigen Aufrechterhaltung des Fahrbetriebes laufend neue ehrenamtliche Fahrerinnen und Fahrer.

Bürgerbus fahren im Ehrenamt macht einfach Spaß. Unser kleiner Bus für acht Fahrgäste ist überall in der Gemeinde gern gesehen und gewährleistet Mobilität im ländlichen Raum, der durch den ÖPNV kaum oder gar nicht erschlossen ist. Unser Bürgerbus ermöglicht vielen gerade älteren Menschen, dass Sie, auch in den Randdörfern unserer Gemeinde, in ihrem vertrauten Zuhause verbleiben können, weil wir sie mobil halten. Das Ergebnis für diese Menschen ist eine Aufrechterhaltung ihrer Selbständigkeit, eine fortgesetzte Teilhabe am gesellschaftlichen Leben und somit eine gesteigerte Lebensqualität in unserer Gemeinde.

Es genügt ein normaler Führerschein Klasse B bis 3,5 t. Es gibt keine Mindestfahrzeiten. Es reicht, wenn jemand ein paar Stunden im Monat Zeit erübrigen kann, um eine oder mehrere Touren zu übernehmen oder als Fahrdienstleiter tätig zu werden. Die Fahrer nehmen an Verkehrssicherheitstrainings und Erst-Hilfe-Kursen teil. Alle Kosten, auch die zum Erwerb des Personenbeförderungsscheines, übernimmt der Bürgerbusverein.

Die Fahrer sind wie Berufsbusfahrer und zusätzlich Rechtsschutz versichert.

Einmal im Monat, an jedem 2. Dienstag, treffen sich die Fahrerinnen und Fahrer, um Dienstpläne und Fahrbetrieb zu besprechen – jeweils ab 18:30 Uhr in der Alten Schule, Raum „Elias von Straßen“ (1.OG), Schulstraße 1 in Neunkirchen.

Machen Sie mit ! Wir erwarten Sie in einem Team von engagierten Bürgern, die für andere Bürger etwas Gutes tun.
Wir bewegen !

Weitere Auskünfte erhalten Sie bei jedem unserer Busfahrer oder telefonisch unter 02247.303-480.